Späte Brutzeit und Wegzug 2017 in Süd-Niedersachsen: Wind und Regen ohne Ende

Mittelsäger (C) Mathias Siebner

Abb. 1: Mittelsäger am Göttinger Kiessee. Foto: M. Siebner

Die Folgemonate waren unter anderem von den Sturmtiefs „Sebastian“ am 13. September, „Xavier“ vom 6. bis 8. Oktober und „Herwart“ am 29. Oktober geprägt. Sie sorgten für Schäden am Baumbestand, besonders sinnfällig „Herwart“, der im Levin-Park eine alte Weide zum Einsturz brachte, auf der in den Vorjahren Graureiher gebrütet hatten. Oktober und November waren grau, langweilig und von Hochnebel gekennzeichnet. Und natürlich immer schön feucht…
War das Vogelleben ähnlich eintönig? Das mag die geneigte Leserschaft entscheiden, wenn sie die folgenden Zeilen hinter sich gebracht hat.

Beobachtungen eines Höckerschwan-Paars mit sechs nichtflüggen Kleinen Ende Juli und Anfang August zeigten im Leinepolder eine zweite erfolgreiche Brut an, die achte in der Region. Das erste Paar (mit vier Kleinen) wurde nach dem 10. Juni nicht mehr gemeldet.
Am 7. Oktober rasteten sieben Kanadagänse an den Northeimer Kiesteichen. Das erfolgreiche Brutpaar vom Lutteranger (erste Brut in der Region) ließ sich bis Mitte September im Seeanger blicken.
Im Herbst fanden sich am Seeburger See bis zu zwei stationäre Weißwangengänse ein, an der Geschiebesperre Hollenstedt am 30. Oktober ein Einzelvogel.
Die treue Graugans aus Tschechien mit der Markierung I29 verbringt jetzt schon ihr viertes Jahr bei uns. Auch der aus dem Herbst 2015 bekannte, ebenfalls 2012 in Tschechien markierte Vogel mit der Signatur T48 meldete sich (am Seeanger) zurück. Am 9. November traf an der Geschiebesperre Hollenstedt ein polnischer Artgenosse (YP020) ein.

Blaukehlchen (C) Mathias Siebner

Abb. 2: Junges Braunkehlchen am Rand des aufgestauten Leinepolders.
Foto: M. Siebner

Das Wetter im Berichtszeitraum Juli – November gestaltete sich, nun ja, recht wechselhaft. Stabile Hochdrucklagen im Sommer: Fehlanzeige. Die Folge war ein extrem nasser Juli. So etwas ist in unseren Breiten nicht ungewöhnlich. In der letzten Dekade des Monats kam es jedoch besonders heftig: Das Tiefdruckgebiet „Alfred“, ein veritables Ekel, sorgte für tagelangen, unwetterartigen Dauerregen. Die Pegel der Leine und ihrer Nebenflüsse stiegen dramatisch. Nördlich des Harzes war auf großer Fläche Land unter. In Süd-Niedersachsen kam es nicht ganz so schlimm, doch mussten der Leinepolder Salzderhelden und der Seeanger zeitweise aufgestaut werden, um der Wassermassen Herr zu werden. Über Brutverluste in diesen Gebieten kann man nur spekulieren. Weil der Stau im Hochsommer erfolgte, könnten sie sich, ein paar Spätbrüter ausgenommen, in Grenzen gehalten haben. Das Wasser stand über Wochen in den Niederungen und wurde im August mit Nachschub versorgt. Davon profitierten rastende Wat-, Wasser- und Schreitvögel

2018-04-04T21:36:44+00:00 Dezember 1st, 2017|Archiv|

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